
Thomas Koch
Crossmedia

Sascha Bartnitzki
IPT Innovatives Personaltraining

Evelyn Oberleiter
Terra Institute

Gerald Beranek
IHK-Zeitschriften eG

Stefan Spöttl
SSBC BRAND CONSULTING

Dr. Jesko Perrey
McKinsey & Company / Marketing & Sales Practice

Markus Schmidt
GfK Marktforschung

Linda Mozham
OMS Vermarktungs GmbH & Co. KG

Axel Wursthorn
Deutsche Post AG

Florian Ruckert
IP Deutschland

Maximilian Schöberl
BMW Group

Sandra Drees
Siegfried Vögele Institut

Faltin Christian
cocodibu GmbH

Ralf Hirt
Glam Media GmbH

Adriana Nuneva
Heidelberger Druckmaschinen AG

Volkmar Amedick
Pioneer Investments

Sven Molner
Universität St.Gallen

Gaby Munz
21TORR

Dr. Karlhorst Klotz
publish-industry Verlag

Robert Urban
BRmedia GmbH / Bayern 1

Dr. Oliver Nickel
Icon Added Value GmbH

Simone Schwab
Media Frankfurt GmbH

Andreas Steinle
Zukunftsinstitut

Kai-Marcus Thäsler
Ströer Infoscreen

Manfred Schwarz
Deutsche Post

Dr. Sigrid Schmid
GIM (Gesellschaft für Innovative Marktforschung)

Andreas Riekötter
TIP Werbeverlag

Michael Vollmer
ratioform

Martin Buchwitz
Jetter AG

Till Deibele
TNS
iPad – Lösung oder Gimmick?
An Apples I-Pad hängen viele Hoffnungen. Der Erfolg hängt nicht zuletzt davon ab, ob Medienmacher ein uniques Konzept für die Plattform entwickeln.
Stellen Sie sich vor, Sie fahren in Urlaub. Und stellen Sie sich vor, statt der üblichen drei Kilo Bücher, die entweder Ihren Koffer schon vor dem Abflug gefährlich nahe an die Grenze des kostenpflichtigen Übergewichts bringen oder im Handgepäck bleischwer bei jeder Bewegung auf Ihren Schultern lasten, hätten Sie nur ein einfaches 700 Gramm schweres Gerät dabei. Ein Gerät, auf dem Sie verschiedene interaktive Reiseführer, elektronische Magazine und Videos für den Flug, leichte Lektüre für den Strand und gute Bücher für
Regentage mit sich führen. Darüber hinaus Ihr Adressbuch, Stadtpläne, Ihre Reiseplanung, etc. Physisch nehmen Sie nur noch Ihren Pass, Voucher für Hotel und Mietwagen sowie eventuell die Bescheinigung für die Reisekrankenversicherung mit. Und natürlich bei der Rückreise alle diejenigen Souvenirs und Mitbringsel, die früher keinen Platz in Ihrem Gepäck hatten. Wäre Ihnen das 499 $ Wert?Das ist der Einstiegspreis für das I-Pad, das Apple demnächst als jüngstes Mitglied im Produktportfolio auf die Welt bringen will. Und manche erwarten Großes von dem Gerät. Bringt es doch die Möglichkeiten eines I-Pod Touch auf die stattliche Größe eines Netbooks, ohne das Gewicht eines Laptops zu erreichen. Wer also auch unterwegs interaktive und audiovisuelle Apps (Apple-Talk für Anwendungen) konsumieren möchte, muss sich weder mit der Anmutung von Mäusekino auf dem I-Phone abfinden noch ein Schlepp-Top schultern. Und das sind nur die äußerlichen Anwendungsvorteile.
Elektronische 3-D-Journale in der neuen Welt des Publishing
Drum wurde das I-Pad von manchen Vertretern der Publishing-Szene auf dem jüngst stattgefunden Digital Innovators Summit 2010 geradezu als Heilsbringer gefeiert. Könnte es doch die Entwicklung sogenannter E-Mags pushen, die neue Möglichkeiten im digitalen Publishing eröffnen. Gemeint sind elektronische 3-D-Journale, die die Möglichkeiten des klassischen Printmagazins mit allen medialen Darstellungsformen verbinden.
Endlich bestimmen die Informationen, wie viel Platz benötigt wird, und nicht umgekehrt der Platz, wie viele Informationen möglich sind. Audiodateien bringen Zitate, Interviews oder Erklärungen zu Gehör, die manche Printmagazine so gerne in zahllosen Kästen über das ganze Heft verteilen. Videos, animierte Grafiken, Spiele – alles kein Problem mehr. Und das gilt natürlich auch für die Werbung: Visualisieren Sie Ihre Botschaft, bauen Sie eine Dramaturgie über das ganze E-Mag ein, interagieren Sie mit dem Leser – oder unterhalten Sie ihn einfach per Spiel oder Video. Eine neue Welt des Publishing und der Kommunikation.Geschichten wollen kanaladäquat aufbereitet werden
Allerdings eine neue Welt, die auch nach völlig neuen Konzepten schreit. Und was wir bisher an E-Mags kennen, knüpft häufig noch an die Systematik von Printmagazinen an. Die peppt man eben audiovisuell und interaktiv auf bis hin zum Rascheln, wenn digital umgeblättert wird. Magazine für das I-Pad benötigen ein eigenes, neuartiges Konzept, soll das neue Gerät nicht vom hellen Stern am Publishing- Himmel zum bloßen Gimmick verglühen. Eigene Ansätze, die von vorneherein anders angelegt sind – Geschichten wollen kanaladäquat aufbereitet werden.
Das Gerät ist nicht zuletzt darum interessant, weil es einen neuen Markt eröffnet: für digitale Angebote, die hohe Qualität bieten, für die Kunden gerne zahlen und die sich auch per Abonnement vertreiben lassen. Jetzt hat Apple den Start wieder hinausgeschoben. Wenn wir es dann endlich in der Hand haben, wird man schnell sehen, ob es sich um eine E-Solution für den Publishing-Markt handelt oder eine Illusion weniger Medienschaffender.Autoren:- Anmelden um Kommentare zu schreiben
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Akzeptanz
ich gebe Ihnen Allen vollkommen recht. Grundsätzlich ist doch ganz wichtig, dass die Akzeptanz zur digitalen Veränderung stattfindet. Selbstverständlich ist davon unabhängig die ständige Entwicklung in alle Richtungen wichtig.
Das Vertrauen zur digitalen Welt kann aufgebaut werden, in vielen Bereichen jedoch ausschließlich über den persönlichen
Kontakt
iPad
Sehr geehrter Herr Fischer,
in Ihrer Einschätzung, dass es für die neue Welt, die uns nun dank Steve Jobs iPad erwartet, neue Konzepte braucht, liegen Sie sicherlich richtig. Schon seit Zeiten von Bildschirmtext und den anfänglichen Boom-Jahren des Internets um die Jahrtausendwende suchen Verlage nach solchen Konzepten. Und die wenigen guten Ideen meist mutiger Einzelgänger haben sich auch durchgesetzt. Auch in der Annahme, dass man nicht einfach ein Printmagazin mit Videos und Audiobeiträgen aufpeppen kann, um langfristig auf einem iPad Erfolg zu haben, stimme ich Ihnen zu. Aber wie und wo, wenn nicht auch durch Trial und Error sollen Redaktion, Vertrieb, Verlag und Kunden, lernen, was gut ist und einen Weg finden, wie man dahinkommt. Auch in der Zeit des iPads braucht es mutige Verleger, die Ideen einfach ausprobieren - nur um zu sehen was geht. Und es wäre schade, wenn einige Erfolgreiche Ideen in der Anfangszeit nicht umgesetzt worden wären...sonst hätten wir heute keine solche Vielfalt im Netz. Der Nutzer wird es uns allen mitteilen, die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Marke41 scheint mit der "Vermengung" von Print, E-Journal und Blog auf einem guten Weg zu sein, sich für die Zukunft zu rüsten. Ich drücke die Daumen und werde sie weiterhin beobachten; bis das iPad kommt zumindest auf meinem Handy (HTC) und guten alten Laptop.
Beste Grüße
Felix E. Bauer
www.econ-text.de
trial und error
Da haben Sie sicher recht: Man muss vieles testen und ausprobieren, um irgendwann das Konzept zu finden, das kanaladäquat Inhalte erzählt und inszeniert. Nur: Ich habe den Eindruck, dass sich da in den letzten Jahren nicht viel getan hat, dass die Verleger noch nicht einmal probieren. Und dann soll es letztlich eine Technologie bringen - ohne dass man die Anwendungen dafür entwickelt? Aber: Da ist sicher die ganze Medienbranche gefordert, nicht nur Verleger. Immerhin: Im Coporate Publishing gibt es interessante Ansätze im E-Publishing - auch wenn sich die Konzepte nur langsam weiterentwickeln.