Wenn KI Ihren Wettbewerber empfiehlt
Der GeoGator® Beirat
Künstliche Intelligenz ChatGPT, Gemini oder Perplexity liefern längst nicht mehr nur Informationen. Sie vergleichen Anbieter, ordnen Unternehmen ein und sprechen Empfehlungen aus. Für Marken entsteht damit eine neue Frage. Es reicht nicht mehr zu wissen, ob ein Unternehmen digital sichtbar ist. Entscheidend wird, ob KI es in einer konkreten Entscheidungssituation tatsächlich empfiehlt. Mit GeoGator® hat das MIM Marken Institut München eine Analyseplattform entwickelt, die genau diese Frage systematisch untersucht.
Es ist noch gar nicht lange her, da begann die Suche nach einem neuen Anbieter fast selbstverständlich bei Google. Ein Suchbegriff wurde eingegeben, eine Liste von Treffern erschien und die eigentliche Arbeit begann. Websites wurden geöffnet, Leistungen verglichen, Referenzen gesucht. Die Suchmaschine lieferte Möglichkeiten. Die Entscheidung traf der Mensch.
Von der Trefferliste zur Empfehlung
Generative KI verändert diesen Ablauf. Wer heute ChatGPT, Gemini oder Perplexity fragt, welche Unternehmensberatung für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist, welches Softwareunternehmen zu den eigenen Anforderungen passt oder welcher Hersteller für eine konkrete Anwendung infrage kommt, erwartet keine Liste mit zehn blauen Links. Erwartet wird eine Antwort. Im besten Fall mit wenigen konkreten Empfehlungen und einer Begründung, warum gerade diese Anbieter geeignet sein könnten.
Aus der Suchmaschine wird eine Antwortmaschine. Und aus der Antwortmaschine zunehmend eine Empfehlungsinstanz.
Für Unternehmen ist das mehr als eine Veränderung des Suchverhaltens. Über viele Jahre lautete eine zentrale Frage des digitalen Marketings: Wie gut wird mein Unternehmen gefunden? Mit dem Aufstieg generativer KI kommt eine zweite hinzu: Wird mein Unternehmen überhaupt in Betracht gezogen, wenn ein KI-System nach geeigneten Anbietern gefragt wird?
Die Unterscheidung ist entscheidend. Ein Unternehmen kann digital präsent sein, über eine technisch gute Website verfügen und in Suchmaschinen gefunden werden. Trotzdem muss es nicht zu den Unternehmen gehören, die eine KI in einer konkreten Entscheidungssituation empfiehlt.
Zwischen „KI kennt mich“ und „KI empfiehlt mich“ liegt ein entscheidender Unterschied.
Genau an dieser Stelle stößt auch der Begriff Sichtbarkeit an seine Grenzen. SEO misst, vereinfacht gesagt, Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Neue GEOund AI-Visibility-Ansätze untersuchen, ob Marken und Unternehmen in Antworten generativer KI vorkommen. Doch auch eine Erwähnung ist noch keine Empfehlung.
Wer einen Anbieter sucht, möchte wissen, wem er vertrauen kann, wer für seine konkrete Aufgabe geeignet ist und wen er in die engere Auswahl nehmen sollte. Aus „Mein Unternehmen ist digital sichtbar“ wird deshalb eine anspruchsvollere Frage: Wie sind die Chancen, dass KI mein Unternehmen konkret empfiehlt? Und unmittelbar danach folgt die für Marketing und Kommunikation noch interessantere Frage: Warum?
Die Versuchung liegt nahe, diese Frage direkt an ChatGPT zu stellen: „Würdest du mein Unternehmen empfehlen?“ Die Antwort kann interessant sein. Eine belastbare Analyse ist sie deshalb noch lange nicht.
Schon kleine Veränderungen einer Fragestellung können andere Antworten erzeugen. Hinzu kommt, dass ChatGPT nicht identisch mit Gemini, Claude oder Perplexity arbeitet. Unterschiedliche Systeme können dasselbe Unternehmen unterschiedlich einordnen. Eine einzelne Antwort ist deshalb zunächst genau das: eine einzelne Antwort.
GeoGator® betrachtet deshalb nicht nur die Empfehlung selbst, sondern den Weg dorthin. Versteht KI ein Unternehmen? Erinnert sie sich daran, wenn nach einer bestimmten Kategorie gefragt wird? Gehört es zum relevanten Auswahlfeld? Und wird es schließlich tatsächlich empfohlen? Aus diesen vier Stufen entsteht die Recommendation Journey: Verstehen, Erinnern, Auswählen, Empfehlen.
Wer aus der KI-Empfehlungswahrscheinlichkeit eines Unternehmens eine belastbare Managementinformation machen will, braucht vergleichbare Fragestellungen, systematisch variierte Entscheidungssituationen, mehrere relevante KI-Systeme und nachvollziehbare Auswertungsregeln.
Zwischen „KI kennt mich“ und „KI empfiehlt mich“ liegt ein entscheidender Unterschied.
Dafür wurde GeoGator® entwickelt. Ein vollständiger Audit umfasst mehr als 550 standardisierte Messungen über sechs führende KI-Systeme. Das aktuelle Verfahren bezieht ChatGPT, Gemini, Claude, Grok, Perplexity und Google AI ein. Entscheidend ist nicht die spektakulärste Einzelantwort, sondern das Muster, das über viele vergleichbare Messungen entsteht.
Der Unterschied zu einer Einzelabfrage ist grundlegend. Wer einmal fragt, ob KI ein bestimmtes Unternehmen empfehlen würde, erhält eine Momentaufnahme. Wer ein zweites Mal dasselbe fragt, bekommt nicht zwingend dieselbe Antwort. Ein Audit untersucht dagegen, ob sich über viele Messungen hinweg ein konsistentes Bild erkennen lässt.
Dabei geht es nicht nur darum, ob ein Unternehmensname auftaucht. Untersucht wird insbesondere, ob sich die KI-Systeme an ein Unternehmen erinnern, ob es in Antworten berücksichtigt wird, in welchen konkreten Situationen es tatsächlich empfohlen wird und welche öffentlich verfügbaren Informationen seine Empfehlungsfähigkeit fördern oder erschweren.
Aus diesem komplexen Messverfahren entstehen robuste Kennzahlen zur Ist-Situation, zu den Voraussetzungen für Empfehlungen und zur Empfehlungswahrscheinlichkeit ARP (AI Recommendation Probability) in verschiedenen realen Situationen. Dabei ist „Empfehlung“ kein fixer Wert, sie entsteht im Kontext. Das ist eine andere Betrachtungsebene als allgemeine AIPerception, wie sie von einfachen Messsystemen ausgegeben wird.
GeoGator® richtet den Blick auf das Wesentliche: Kommt ein Unternehmen dort tatsächlich vor, wo KI-Systeme konkrete Empfehlungen aussprechen?
Damit wird aus einer zunächst abstrakten Frage eine Managementaufgabe für Markenstrategen, Kommunikationsexperten und Vertriebsverantwortliche, die auf strukturierte Untersuchung und belastbare Ergebnisse setzen. Doch genau hier beginnt auch die methodische Herausforderung. Wenn unterschiedliche Unternehmen untersucht oder Veränderungen über die Zeit gemessen werden sollen, darf nicht jedes Audit nach anderen Regeln funktionieren. Aus einer interessanten Analyse muss ein reproduzierbares Verfahren werden.
Der GeoGator® Beirat
Die Entwicklung und Standardisierung der GeoGator®-Methodik wird von einem interdisziplinären Beirat begleitet. Wissenschaft, Marktforschung, Medien, Kommunikation, Recht, Finanzierung und internationales Business bringen unterschiedliche Perspektiven in die Weiterentwicklung des Verfahrens ein.
Prof. Dr. Marco Schmäh European Business School ESB
Dominik Krautschun
Director of Strategy and Content,
2702 Consulting
Peer Simon
Managing Director,
fulfin & isarlend
Stefan Dalheimer
Executive Director Global Accounts
Central Europe, Egiss
Dr. Uwe Lebok
Kontext & Analyse
Peter Jakob
Verkaufs- und Marketingdirektor,
BRmedia GmbH
Dr.-Ing. Wolfram Schlimme, LL.M.
Patentanwalt –
Patentanwaltskanzlei WSPatent®
Dr. Klaus Sendele
Dr. Sendele, Herrmann & Gebel
Steuerberatungsgesellschaft
Auf dem Weg zum Standard
Ein neuer Markt bringt fast zwangsläufig neue Messgrößen hervor. Doch nicht jede Kennzahl wird dadurch automatisch zu einem Standard. Gerade bei generativer KI wäre es einfach, eine Handvoll Fragen zu formulieren, Antworten zu sammeln und daraus einen eindrucksvollen Score zu bilden. Vergleichbar wäre er deshalb noch nicht.
Ein belastbares Verfahren braucht Regeln: Welche Situationen werden untersucht? Welche Informationen dürfen einfließen? Welche KI-Systeme werden berücksichtigt? Wie werden Antworten ausgewertet? Unter welchen Bedingungen kann ein Audit wiederholt werden?
GeoGator® versteht die eigene Methodik deshalb nicht als abgeschlossenen Standard, sondern als Beginn eines Standardisierungsprozesses. Die Grundidee besteht darin, aus einzelnen KI-Abfragen ein transparentes, nachvollziehbares und wiederholbares Auditverfahren zu entwickeln. Standardisierte Messungen, mehrere KI-Systeme und eine dokumentierte Bewertungsmethodik bilden dafür die Grundlage. Die methodische Weiterentwicklung wird von einem Beirat begleitet.
Dieser Anspruch ist wichtig, weil sich auch die KI-Systeme selbst permanent verändern. Modelle werden aktualisiert, neue Informationsquellen eingebunden und Antwortmechanismen angepasst. Ein Verfahren zur Messung von KIEmpfehlungen muss sich deshalb mit seinem Untersuchungsgegenstand weiterentwickeln.
Aus der Suchmaschine wird eine Antwortmaschine. Und aus der Antwortmaschine zunehmend eine Empfehlungsinstanz.
Gleichzeitig beginnt mit den ersten realen Audits eine zweite Phase. Erst die Praxis wird zeigen, welche Entscheidungssituationen besonders aussagekräftig sind, wo Branchen unterschiedlich funktionieren und welche Vergleichswerte langfristig belastbar werden. Branchenbenchmarks können nicht einfach behauptet werden. Sie müssen aus einer ausreichenden Zahl methodisch vergleichbarer Audits entstehen.
Genau darin liegt vielleicht der interessanteste Aspekt des Projekts. GeoGator® soll nicht beweisen, dass sich die komplexe Welt generativer KI auf eine einzige Zahl reduzieren lässt. Die Plattform soll sichtbar machen, wo ein Unternehmen im Prozess von Verstehen, Erinnern, Auswahl und Empfehlung steht und welche Faktoren das Ergebnis beeinflussen.
GEOGATOR® STARTET IM SEPTEMBER 2026
Die vom MIM Marken Institut München entwickelte Analyseplattform untersucht systematisch, ob und in welchen Situationen Unternehmen von führenden KI-Systemen empfohlen werden. Ein vollständiger Audit umfasst mehr als 550 standardisierte Messungen über ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity, Grok und Google AI hinweg.
GeoGator® zeigt, wie KI ein Unternehmen versteht, erinnert, berücksichtigt und empfiehlt und wo konkrete Handlungsfelder bestehen.
GeoGator® ermöglicht standardisierte Audits für Agenturkunden und schafft eine fundierte Grundlage für Beratung, Strategie und Kommunikationsmaßnahmen.
Vom Audit zur Handlung
Für Unternehmen entsteht daraus eine neue Perspektive auf ihre Kommunikation. Öffentlich zugängliche Informationen sind nicht mehr nur Material für Menschen, Suchmaschinen und Medien. Sie prägen entscheidend das Bild, aus dem KI-Systeme ihre Antworten und Empfehlungen bilden.
Für Marken-, Kommunikations- und PR-Agenturen entsteht gleichzeitig ein neues Arbeitsfeld. GeoGator®-Audits können Ausgangspunkt für Workshops, Positionierungsarbeit, Content-Strategien und die Weiterentwicklung bestehender Kommunikationsprogramme sein. Der Audit ersetzt diese Beratung nicht. Er schafft eine nachvollziehbare Grundlage dafür.
Ab September ist GeoGator® unter geogator.ai verfügbar. Unternehmen können dort herausfinden, was hinter der Analyse der KI-Empfehlungsfähigkeit steckt und bei Bedarf ihre bestehende Agentur einbeziehen. Marken-, Kommunikations- und PR-Agenturen erhalten Zugang zur Plattform und können GeoGator® für ihre Kunden einsetzen.
Die entscheidende Frage bleibt dabei erstaunlich einfach: Wenn morgen jemand eine KI nach einem geeigneten Anbieter in Ihrer Branche fragt: Gehört Ihr Unternehmen dann zur Antwort?
