Rottler macht glücklich. Auch Dich.
Marke Aus einem kleinen Augenoptikbetrieb im Sauerland ist in acht Jahrzehnten eines der größten mittelständischen Optik- und Hörakustikunternehmen Deutschlands entstanden. Fast 140 Standorte, rund 1200 Mitarbeitende und ein konsequent werteorientiertes Geschäftsmodell prägen die Entwicklung von Rottler. Das Familienunternehmen wächst weiter, setzt auf persönliche Beratung im stationären Handel und verfolgt gleichzeitig eine moderne Marketingstrategie. Ein Besuch in der Zentrale in Arnsberg zeigt, warum das Versprechen „Rottler macht glücklich“ für Kunden wie Mitarbeitende mehr ist als ein Werbeslogan.
Friedrich Merz kauft seine Brillen bei Rottler. Der Grund ist einfach: Der Bundeskanzler stammt aus Arnsberg im Sauerland. Und hier gehört der Name Rottler seit genau 80 Jahren zur Stadt. Wer gut sehen und hören will, geht zu Rottler. Offensichtlich gilt das auch für den prominentesten Bürger der Region. Die Geschichte des Unternehmens beginnt im Jahr 1946. Damals gründet der Großvater von Paul Rottler in Neheim einen kleinen Augenoptikbetrieb. In den Jahrzehnten danach wächst das Geschäft langsam, aber kontinuierlich. Aus einem lokalen Handwerksbetrieb entsteht Schritt für Schritt ein regionales Unternehmen, das heute Filialen bis nach Norddeutschland betreibt.
Eine strategisch besonders wichtige Weichenstellung erfolgt im Jahr 1968. Schon früh entscheidet sich Rottler dafür, neben der Augenoptik auch Hörakustik anzubieten. Was damals alles andere als selbstverständlich ist, erweist sich im Rückblick als kluger und vorausschauender Schritt. Denn damit erweitert das Unternehmen nicht nur sein Leistungsspektrum, sondern schafft zugleich die Grundlage für eine Positionierung, die Rottler von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Aus dem klassischen Optiker wird nach und nach ein Anbieter für besseres Sehen und Hören. Genau diese Verbindung erweist sich als großer Vorteil. Die Zielgruppen überschneiden sich, die Beratung ist intensiv und das Vertrauen der Kunden wächst über Jahre. Aus einem traditionsreichen Augenoptiker wird auf diese Weise ein modernes Familienunternehmen, das zwei hochrelevante Bereiche der Gesundheits- und Lebensqualitätsversorgung abdeckt. Heute führt der dynamische Anfangsvierziger Paul Rottler, Vater von drei Kindern, das Familienunternehmen in der dritten Generation.
Der Markt verändert sich. Marketing, Digitalisierung und Fachkräftemangel stellen kleinere Betriebe vor neue Herausforderungen.
Lebendige Unternehmenskultur bei Rottler
Der Weg zum Unternehmen führt zunächst nach Arnsberg, genauer gesagt in die Zentrale im Gewerbegebiet „Im Ohl 85“. Wer das Gebäude betritt, erlebt sofort, wie stark Marke und Unternehmenskultur hier miteinander verbunden sind. Die freundliche Empfangsdame Marion Severin begrüßt Besucher herzlich. Die Räume sind hell und offen gestaltet. Naturholzböden, viel Tageslicht und das charakteristische hellgrüne Design prägen die Atmosphäre. Nichts wirkt hier kühl oder distanziert. Stattdessen entsteht sofort der Eindruck eines modernen Familienunternehmens, das Wert auf eine angenehme Umgebung und positives Denken legt.
Im Gespräch bestätigt sich dieser Eindruck. Geschäftsführer Paul Rottler, Marketingleiter Dominik Eidens und Kommunikationsmanagerin Viviane Oberkampf begegnen uns als Gästen offen und zugewandt. Hier gibt es auch keine große Distanz zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitenden. Paul Rottler formuliert es selbst sehr schlicht. „Ich glaube, fast jeder im Unternehmen hat meine Handynummer.“ Die Offenheit passt gut zu dem Claim, der über allem steht. „Rottler macht glücklich. Auch Dich.“
Was zunächst wie ein klassischer Werbespruch klingt, ist im Unternehmen tatsächlich als Anspruch gedacht. Das Versprechen gilt nicht nur gegenüber den Kunden, sondern ebenso gegenüber den eigenen Mitarbeitenden. Marketingleiter Dominik Eidens sieht darin den Kern der Marke. „Der Satz ist für uns nicht nur Kommunikation“, sagt er. „Er beschreibt im Grunde, wie wir arbeiten wollen. Wenn Kunden, die wir als Gäste bezeichnen, unsere Geschäfte verlassen, sollen sie ein gutes Gefühl haben.“
Das Familienunternehmen wächst
Paul Rottler hat das Unternehmen früh übernommen. Sein Vater übergab ihm bereits 2015 die Gesamtverantwortung. Für Familienunternehmen ist ein solcher Generationswechsel oft schwierig. Doch bei Rottler verlief er erstaunlich reibungslos. „Ich habe relativ früh das Vertrauen meines Vaters bekommen, das Unternehmen zu führen“, sagt Rottler mit einem Lächeln. „Das war für uns ein wichtiger Schritt. Wir arbeiten bis heute sehr eng zusammen.“
Eine zentrale Entscheidung der vergangenen Jahre war der konsequente Ausbau des Filialnetzes. Rottler wächst dabei nicht nur organisch, sondern auch durch Übernahmen. Viele Augenoptiker in Deutschland stehen vor einem Generationswechsel und finden keinen Nachfolger. Hier setzt das Unternehmen an. Wenn ein Betrieb nicht von Familienmitgliedern oder Mitarbeitern weitergeführt wird, übernimmt Rottler häufig das Geschäft in das eigene Filialnetz. „Wir schauen uns genau an, ob Standort, Menschen und Unternehmenskultur zu uns passen“, erklärt Paul Rottler. „Wenn das der Fall ist, können wir daraus ein modernes Rottler- Geschäft entwickeln.“ Ein wichtiger Faktor bleibt dabei der persönliche Kontakt zu den Kunden. „Wir bewegen uns in einem absoluten People-Business“, weiß Optikermeister Rottler. „Die Gäste bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihrem Optiker oder Akustiker auf. Dieses gewachsene Vertrauen wollen wir uns bei jedem Besuch unserer Gäste aufs Neue verdienen.“
Marketingmix mit regionaler Strahlkraft

Für Rottler ist Kommunikation weit mehr als klassische Werbung. Ziel ist es, Markenimage, Vertrauen und konkrete Kundenkontakte miteinander zu verbinden. Deshalb setzt das Unternehmen auf einen breit angelegten Marketingmix. Eine zentrale Rolle spielt dabei Radiowerbung. Besonders der Sender WDR 2 ist für Rottler ein wichtiger Kommunikationskanal. Der Grund liegt im passgenauen Sendegebiet und in der Zielgruppenstruktur. Viele Hörerinnen und Hörer des Senders gehören genau zu jener Generation, die regelmäßig Brillen oder Hörsysteme benötigt. Gleichzeitig genießen öffentlich-rechtliche Programme bei den Menschen ein hohes Vertrauen. Dieser Effekt wirkt auch auf die Marke. Wenn ein Unternehmen regelmäßig im Umfeld seriöser Nachrichtenprogramme präsent ist, stärkt das die Wahrnehmung der Marke. Dass der Return of Marketing Investment (RoMI) stimmt, belegt die begleitende Marktforschung des WDR. Im Zeitraum von 2022 bis 2025 konnte Rottler die gestützte Markenbekanntheit um 111 Prozent und die gestützte Werbeerinnerung um 120 Prozent steigern. „Radio schafft also etwas, was digitale Werbung allein kaum leisten kann“, sagt Eidens. „Es baut Vertrauen auf und macht unsere Marke im Alltag der Menschen präsent.“ Für Dominik Eidens erfüllt Radiowerbung im Kern drei zentrale Aufgaben: „Sie sorgt für Reichweite, steigert die Markenbekanntheit und unterstützt darüber hinaus konkrete Verkaufsaktionen.“
Neben Radio setzt Rottler auf digitale Kanäle. Social- Media-Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok und YouTube gehören ebenso zum Marketinginstrumentarium wie Google Ads und Online-Videoformate. Auch die Unternehmens-Website wurde umfassend modernisiert. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der digitalen Terminvereinbarung.
Der Online-Shop verfolgt ein klares Ziel. Er soll nicht in erster Linie den Versandhandel stärken, sondern Kunden in die Geschäfte führen. Dieses Konzept beschreibt das Unternehmen mit dem Begriff Drive-to- Store. Viele Menschen informieren sich online über Brillen oder Sonnenbrillen. Den eigentlichen Kauf möchten sie jedoch weiterhin im Geschäft tätigen, wo sie Modelle anprobieren, beraten werden und ihre Brille dann direkt mitnehmen können.
Franchise – selbstständig unter einer starken Marke
Übernahmen sind jedoch nur ein Teil der Expansionsstrategie von Rottler. Parallel hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren ein Franchise-System aufgebaut, das Unternehmern eine besondere Form der Selbstständigkeit ermöglicht. Rund zwanzig der heute mehr als 140 Standorte werden von selbstständigen Partnern geführt. Für viele Augenoptiker und Hörakustiker eröffnet dieses Modell eine attraktive Perspektive. „Viele unserer Franchise-Partner kommen aus dem eigenen Unternehmen“, sagt Dominik Eidens. „Sie kennen die Marke bereits sehr gut und wissen, wie wir arbeiten. Das macht den Schritt in die Selbstständigkeit deutlich einfacher.“ Der Gedanke dahinter ist einfach. Der Franchise-Partner bleibt Unternehmer vor Ort und trägt Verantwortung für sein Geschäft. Gleichzeitig steht im Hintergrund eine Organisation, die in vielen Bereichen Unterstützung bietet.
Marketing, Digitalisierung, Einkauf, Weiterbildung und Personalentwicklung lassen sich in einer größeren Organisation deutlich effizienter organisieren als in einem einzelnen Betrieb. Neben internen Kandidaten interessieren sich zunehmend auch selbstständige Optiker für das Konzept. Der Markt verändert sich. Marketing, Digitalisierung und Fachkräftemangel stellen kleinere Betriebe vor neue Herausforderungen. Dominik Eidens: „Das Franchise-Modell von Rottler bietet in solchen Fällen eine Perspektive. Es verbindet die Stärke einer bekannten Marke mit der lokalen Verantwortung des Unternehmers vor Ort.“
Die „Glücklich-Werte“ von Rottler
Der Claim „Rottler macht glücklich“ ist mehr als ein Werbespruch. Dahinter steht ein internes Wertesystem, das im Unternehmen als Leitlinie dient. Jeder Buchstabe des Wortes „glücklich“ steht für einen bestimmten Wert.
G steht für Gast (statt Kunde).
L steht für Leidenschaft.
Ü steht für Überraschung.
C steht für Crew.
K steht für Kompetenz.
L steht für Leistung.
I steht für Identifikation.
C steht für Charakter.
H steht für Humor.
Diese Werte werden im Unternehmen nicht nur kommuniziert. Sie bilden auch die Grundlage für Schulungen, Mitarbeitergespräche und Führungskräfteentwicklung.
Optik und Hörakustik als Erfolgsmodell
Eine Besonderheit der Unternehmensgeschichte liegt in der frühen Kombination von Augenoptik und Hörakustik. „Heute sehen wir in der Hörakustik einen echten Wachstumsmarkt“, sagt Paul Rottler. „Die Akzeptanz für Hörsysteme steigt und die Technologie entwickelt sich rasant.“ Die Systeme sind heute mit Smartphones und Fernsehern vernetzt und verfügen teilweise sogar über Fitnessfunktionen. Gleichzeitig bleibt der Beratungsbedarf hoch. Zwischen Augenoptik und Hörakustik entsteht dadurch eine interessante Synergie. Nicht jeder Brillenträger benötigt ein Hörsystem. Umgekehrt brauchen jedoch viele Hörakustikkunden auch eine Brille.
Stationärer Handel als Erlebnis
Während viele Branchen vom Online-Handel geprägt werden, bleibt der stationäre Handel für Rottler zentral. Das Unternehmen setzt bewusst auf Beratung, persönliche Betreuung und ein Einkaufserlebnis vor Ort. „Unsere Produkte schaffen Lebensqualität“, sagt Paul Rottler. „Wenn jemand ohne Brille nicht mehr lesen kann oder ohne Hörsystem die Enkel nicht mehr versteht, dann fehlt etwas im Alltag.“ Die Aufgabe des Unternehmens besteht deshalb nicht nur im Verkauf eines Produkts. Vielmehr geht es darum, Menschen wieder mehr Lebensqualität zu bieten.
Ein Flagship-Store für die Marke
Besonders sichtbar wird diese Strategie im neuen Flagship-Store in Neheim. Im Eckhaus Hauptstraße 1 entstand ein modernes Ladengeschäft, das Einkauf in der Fußgängerzone zum echten Erlebnis macht. Im Erdgeschoss stehen auf rund 280 Quadratmetern Verkaufsfläche etwa 5000 Brillen zur Auswahl. Im Obergeschoss befinden sich eine Kinderbrillenabteilung sowie ein Sehzentrum für Augenoptik und Optometrie. In vier Beratungsräumen werden dort Augeninnendruckmessungen, Netzhautanalysen sowie Linsen- und Hornhaut-Screenings durchgeführt.
Eng verbunden mit diesem Konzept ist das benachbarte Gebäude Hauptstraße 3, das Stammhaus von Rottler. Dort wurde der edel gestaltete Geschäftsbereich „Rottler Exklusiv“ eingerichtet. Ein Durchgang im Erdgeschoss verbindet beide Häuser miteinander. Eine besondere Rolle spielte dabei ein Zufallsfund. Paul Rottler stieß auf einen Facebook-Beitrag des Heimatbundes Neheim Hüsten. Darin war die historische Fassade des Hauses Hauptstraße 3 zu sehen. „Das sah deutlich besser aus als das, was wir in den bisherigen Architektenentwürfen gesehen hatten“, erinnert sich Rottler. Die historische Gestaltung wurde schließlich zum Ausgangspunkt des neuen Projekts. „Mit der Bestandserhaltung des Hauses, in dem unser Unternehmen ursprünglich gewachsen ist, konnten wir ein neues Haus ‚Nummer eins‘ unseres Unternehmens schaffen, das überregional Strahlkraft in der Branche hat.“ Die Eröffnung von „Rottler Exklusiv“ im März 2024 war zugleich ein Signal an die Stadt. Das Projekt zeigt, wie eng das Unternehmen bis heute mit seiner Heimatstadt verbunden ist.
Wir wachsen dann, wenn es wirklich zu unserer Marke passt. Alles andere würde die Marke verwässern.
Paul Rottler
Rottler denkt in Generationen
Das Unternehmen wird weiter wachsen. Doch Wachstum ist für Paul Rottler kein Selbstzweck. „Wir wachsen dann, wenn es wirklich zu unserer Marke passt“, betont er. „Alles andere würde die Marke verwässern.“ Vielleicht liegt genau darin der Schlüssel zum Erfolg. In einer Branche, die zunehmend von Investoren und großen Ketten geprägt wird, setzt Rottler weiterhin auf ein klassisches Prinzip. Ein Familienunternehmen, das langfristig denkt. Und das seine „Gäste“ am Ende eines Besuchs mit einem guten Gefühl nach Hause gehen lassen möchte. Denn genau darum geht es am Ende.
Rottler macht glücklich. Auch Dich.
