Occhio – Kultur des Lichts

Occhio – Kultur des Lichts

Marke Licht wird oft unterschätzt – dabei prägt es Atmosphäre und unsere individuelle Wahrnehmung wie kaum ein anderes Gestaltungselement. Ob im privaten Wohnraum, im Office, im Hotel, im Konferenzraum oder im Flagship-Store: Licht beeinflusst, wie Räume und Materialien erlebt werden und wofür Marken stehen. Das Münchner Unternehmen Occhio denkt Licht nicht als einzelnes Produkt, sondern als ganzheitliches System – und als Erlebnis.

München, strahlend blauer Himmel und ein freier Parkplatz in Haidhausen. Wunderbar. Der Tag fängt gut an. Heute ist Termin bei der Luxusmarke Occhio, die mit ihren stylischen Beleuchtungssystemen im internationalen Markt seit 1999 Maßstäbe setzt. Der Weg durch das angesagte Szeneviertel entlang der Steinstraße zum Headquarter am Wiener Platz 7 wird gesäumt von eleganten Stadtpalais mit großzügigen Altbauwohnungen aus Gründerzeit und Jugendstil. Da passt der Occhio Store in der Hausnummer 19 wie selbstverständlich in das facettenreiche Bild. Entlang der Straße sitzt eine relaxte Mischung aus Bonvivants, Laptop- Nomaden, Studenten, Handwerkern in Montur, Rentnern und jungen Müttern mit Kinderwagen an den Tischen der zahlreichen Cafés und Bistros. Hier wird, wie die Münchner sagen, geratscht und genossen. Nach mehreren Tagen Hochnebel zieht es die Menschen schon am frühen Vormittag ins Licht, in die Wärme. Und die empfängt uns auch in der Unternehmenszentrale von Occhio am Wiener Platz. Dezente Lichtinstallationen erzeugen im Eingangsbereich szenische Tiefe, überraschende Raumwirkung und eine ganz unmittelbare Wohlfühlatmosphäre. Die freundliche junge Dame am Empfang verstärkt diesen Eindruck und führt uns sofort an die leicht fünf Meter lange Espressobar. Dort macht sie uns den perfekten Barista-Cappuccino. Um uns herum tauschen sich sichtlich gut gelaunte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei italienischem Flair aus und besprechen ihr Tagesprogramm. 

Licht als Erlebnis

Was hier vor bald drei Jahrzehnten im Kleinen begann, ist im Kern die große Idee dieser Marke. Licht als Erlebnis. Licht als kuratierendes Element. Licht als Medium, das Räume nicht nur erhellt, sondern strukturiert, modelliert und emotional auflädt. „Licht ist in unserem privaten Umfeld wie in unserer Arbeitsumgebung ein zentraler Faktor für unser tägliches Wohlbefinden, weil es weit mehr ist als reine Funktion. Mit Licht nehmen wir unsere Umgebung wahr - und gestalten sie. Gutes Licht schafft Atmosphäre, beeinflusst unsere Stimmung, berührt uns emotional“, sagt Axel Meise, Designer, Founder und CEO von Occhio, der uns gemeinsam mit seinem Marketingchef Martin Nowicki empfängt. Warmes, weiches Licht vermittle Geborgenheit, klares, helles Licht fördere Energie und Konzentration. 

Über Occhio

Occhio ist ein 1999 in München gegründetes Designunternehmen, das sich auf modulare Premium- Lichtsysteme spezialisiert hat. Gründer ist Axel Meise. Die Marke versteht Licht nicht als Einzelprodukt, sondern als durchgängiges System zur ganzheitlichen Gestaltung von Lebens- und Arbeitsräumen. Mit der Vision „A new culture of light“ positioniert sich Occhio an der Schnittstelle von Design und Technologie. Licht wird als strategisches Gestaltungsmittel verstanden, das Atmosphäre, Wahrnehmung und Identität prägt. Neben dem Premium- Residential-Segment gewinnt der B2B-Bereich zunehmend an Bedeutung, insbesondere in Office-, Hospitality- und hochwertigen Immobilienprojekten.

Vom einzelnen Spot bis zur vollständigen Raumdramaturgie

Dieser Gedanke ist Ursprung, nicht nachträgliche Kommunikationsidee. Als Occhio 1999 startete, war der Markt für Leuchten fragmentiert. Design, Technik und Bedienung wurden getrennt gedacht. Wer Räume gestaltete, kombinierte Einzelprodukte. Ein durchgängiges System fehlte. Die strategische Antwort lautete daher nicht, eine weitere Leuchte zu entwickeln, sondern eine neue Kategorie zu definieren. Ein modulares Lichtsystem, das vom einzelnen Spot bis zur vollständigen Raumdramaturgie konsistent funktioniert.
„Licht ist keine Funktion, sondern eine Experience“, unterstreicht auch Martin Nowicki, als wir gemeinsam ins Taxi steigen und rund 10 Minuten zum historischen Bernheimer-Haus am Lenbachplatz fahren. Das denkmalgeschützte Palais aus dem Jahr 1888 steht für urbanen Kontext und kulturelle Präsenz mitten im Zentrum der Stadt und beherbergt das Occhio Experience Center. Hier wird auf eindrucksvolle Weise klar, was Axel Meise und Martin Nowicki meinen. Auf über 2000 Quadratmetern Fläche bietet die Location keine klassische Ausstellung, sondern eine immersive Marken- und Lichtwelt. 

Licht ist für uns eine Experience. Es geht nicht um Helligkeit, sondern darum, wie sich ein Raum anfühlt.
Martin Nowicki, CMO von Occhio

Funktion von Licht in Raum und Atmosphäre

Besucher erleben Lichtsysteme in realen Raumkonstellationen und können unterschiedliche Lichtstimmungen, Materialkombinationen und architektonische Sz en a r ien unmittelbar wahrnehmen. Die Inszenierungen zeigen nicht nur Produkt-Highlights, sondern machen die strategische Funktion von Licht in Raum, Atmosphäre und Markenwahrnehmung erlebbar. Das Experience Center richtet sich in erster Linie an Architekten, Planer und Unternehmen und dient als Plattform für Schulungen, Events, Präsentationen und Austausch. Die Verbindung von historischer Substanz und zeitgenössischer Lichtgestaltung spiegelt die Markenvision „Kultur des Lichts“ und macht den Raum selbst zu einer Marke im Raum.

Kompetenz im B2B weiter ausbauen

Im Gespräch mit Martin Nowicki, CMO von Occhio

Martin Nowicki, CMO von Occhio

Herr Nowicki, wofür steht Occhio als Marke?
Wir kreieren eine neue Kultur des Lichts. Das ist keine leere Formel. Licht ist für uns eine Experience. Es geht nicht um Helligkeit, sondern darum, wie sich ein Raum anfühlt. Im Kern geht es um ganzheitliche Lichtgestaltung. Wir denken in Systemen, nicht in einzelnen Leuchten. Begeisterung ist unser Metawert. Exzellenz, Intelligenz und Einzigartigkeit sind die Dimensionen, in denen wir diesen Anspruch umsetzen.

Wie definieren Sie Ihr Markenversprechen?
To enrich people’s quality of life. Gutes Licht erhöht die Lebensqualität. Emotional und funktional. Licht verändert Stimmungen. Es beeinflusst, wie wir uns fühlen. Deshalb sprechen wir zunehmend von Wellbeing. Weil gutes Licht Menschen guttut. Sehen ist unser wichtigster Sinn. Alles, was wir sehen, beeinflusst unsere Wahrnehmung. In modernen Lebenswelten wird das Thema Aufenthaltsqualität immer wichtiger. Licht spielt dabei eine zentrale Rolle.

Ist Licht im B2B ein strategisches Instrument?
Absolut. Licht macht einen minimalen Prozentsatz der Baukosten aus, aber einen riesigen Teil der Wirkung. Marken erscheinen buchstäblich in einem anderen Licht. Gerade in Gastronomie, Hotellerie und hochwertigen Büros sieht man, welchen Unterschied ein durchdachtes Lichtkonzept macht.

Wohin entwickelt sich Occhio?
Wir werden unsere Kompetenz im B2B weiter ausbauen. Arbeitswelten verändern sich. Hospitality- Konzepte werden anspruchsvoller. Licht wird als strategischer Erfolgsfaktor erkannt. Unsere Aufgabe ist es, diesen Perspektivwechsel weiter voranzutreiben.

Occhio Experience Center

Beim Rundgang durch das weitläufige und offen gestaltete Souterrain erleben wir Wirkung statt Ware. Atmosphäre statt Objekt. System statt Einzelprodukt. Aus dieser Logik entsteht der Markenkern: ganzheitliche Lichtgestaltung als Beitrag zu Lebensqualität. Meise beschreibt Licht als zentrales Gestaltungsmittel. „Mit Licht lassen sich Räume zum Leben erwecken: Farben strahlen, Materialien entfalten Tiefe, und Architektur wird inszeniert. Richtig eingesetzt, kuratiert Licht das Interior, betont Details und kann selbst zum künstlerischen Element werden. Gutes Licht bedeutet Lebensqualität.“ Der hohe Farbwiedergabeindex, der sogenannte Color Rendering Index der Occhio Leuchten, kurz CRI, sorgt für natürliche Materialwirkung. Das Spiel aus Hell und Dunkel erzeugt Tiefe. Licht lasse sich wie das natürliche Tageslicht individuell anpassen. Intuitive Steuerung verbinde technische Präzision mit emotionaler Wirkung.

Systemansatz und Technologie

Occhio entwickelte früh ein modulares Kopf-Körper-Prinzip, das flexible Lichtlösungen ermöglicht. Die LED-Lichtqualität mit einem Farbwiedergabeindex von über 95 orientiert sich am natürlichen Tageslicht. Intuitive Steuerung per Geste oder App, variable Lichtstimmungen sowie eine eigene Elektronikarchitektur unterstreichen den technologischen Anspruch.

„To enrich people’s quality of life.“

Martin Nowicki ergänzt die strategische Perspektive. Das Markenversprechen laute klar: „To enrich people’s quality of life.“ Begeisterung sei der Metawert. „Exzellenz, Intelligenz und Einzigartigkeit sind die operative Übersetzung dieses Anspruchs.“ Luxus definiere sich daher nicht über Opulenz, sondern über Erlebnisqualität. „Unsere Leuchten sind Luxus. Aber der wirkliche Luxus ist das Licht, das aus ihnen strahlt.“ Im Experience Center im Lenbach Palais wird diese Philosophie räumlich sichtbar. Licht erzeugt Dramaturgie. Schatten schafft Orientierung. Räume verändern sich mit der Lichtstimmung. „Da, wo Licht ist, muss auch Schatten sein“, sagt Nowicki. Erst im Kontrast entstehe Räumlichkeit. Architektur werde lesbar. Atmosphäre werde gestaltbar. 

Axel Meise, Designer, Founder und CEO von Occhio

Mit Licht lassen sich Räume zum Leben erwecken: Farben strahlen, Materialien entfalten Tiefe, und Architektur wird inszeniert.
Axel Meise, Designer, Founder und CEO von Occhio

Wichtige Fakten

Gründung: 1999 in München
Gründer: Axel Meise
Mitarbeiter: rund 250 weltweit
Investor: EMH Partners, seit 2017 beteiligt
Internationale Präsenz: Flagship-Stores unter anderem in München, Berlin, Mailand und Shanghai
Vertrieb: mehr als 400 Handelspartner weltweit

Die Wirkung von Licht in der modernen Arbeitswelt

Von dieser Logik aus gedacht, ist der Schritt in den B2B-Kontext konsequent. Wenn Licht im Wohnraum Identität und Wohlbefinden prägt, dann ist sein Einfluss im Unternehmensumfeld noch relevanter. „Licht macht vielleicht zwei Prozent der Baukosten aus, aber einen riesigen Teil der Wirkung“, so Nowicki. In Bürogebäuden entscheidet Licht über Aufenthaltsqualität. Es beeinflusst Konzentration, Kreativität und Regeneration. In hybriden Arbeitsmodellen wird das Büro zum Identifikationsraum. Unternehmen investieren in Architektur, Möblierung und Branding. Doch ohne präzise Lichtdramaturgie bleibt der Raum funktional. Erst Licht erzeugt Intimität, Offenheit oder Fokus. 
Licht wirkt dabei auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Funktional unterstützt es Sehkomfort. Emotional prägt es Atmosphäre. Strategisch kommuniziert es Markenwerte. Ein Beratungsunternehmen, das Klarheit und Präzision verkörpert, benötigt eine andere Lichtinszenierung als ein Kreativhaus, das Inspiration und Offenheit vermitteln will. Auch im Hospitality- Bereich wird diese Differenzierung deutlich. Restaurants sind Markenräume. Hotels sind Erlebniswelten. Licht entscheidet über Intimität, Wertigkeit und Aufenthaltsdauer. „Marken erscheinen buchstäblich in einem anderen Licht“, betont Nowicki. Der Immobilienmarkt reagiert bereits. Hochwertige Beleuchtung wird explizit kommuniziert. „Mit Occhio ausgestattet“ fungiert als Qualitätsindikator. Licht wird damit Teil der Wertschöpfungskette. Strategisch betrachtet, verschiebt sich der Diskurs. Licht ist kein technisches Gewerk am Ende des Bauprozesses. Es ist ein integraler Bestandteil der Markenarchitektur. Wer seine Marke im Raum erlebbar machen will, muss Licht als narratives Medium begreifen. Es strukturiert Aufmerksamkeit. Es lenkt den Blick. Es definiert Atmosphäre. 

Licht wird zur stillen Infrastruktur der Unternehmenskultur. Es beeinflusst Wahrnehmung, Verhalten und Wertigkeit. Und es wirkt als Wohlfühlfaktor.

Licht als stiller Regisseur des Raumes

Für Occhio eröffnet sich hier ein erweitertes Spielfeld: Corporate Offices, Premium-Immobilien, Hospitality, Gesundheitsimmobilien. Überall dort, wo Raum Identität transportiert, wird Licht zum Differenzierungsfaktor. Licht trägt entscheidend dazu bei, dass Menschen sich in ihrem Zuhause wirklich wohl fühlen. Denn Licht ist Quelle für Wellbeing. Dabei erlaubt die Systemlogik von Occhio skalierbare Konzepte. Vom Einzelraum bis zum gesamten Gebäudekomplex. Von der Lobby über Konferenzzonen bis hin zu Rückzugsräumen. Licht wird adaptiv steuerbar. Tageszeit, Nutzung, Stimmung lassen sich berücksichtigen. Nowicki: „Damit verschiebt sich die strategische Frage. Nicht mehr: Welche Leuchte passt hier? Sondern: Welche Atmosphäre unterstützt die Markenidentität und die Leistungsfähigkeit der Menschen in diesem Raum?“ Licht wird zur stillen Infrastruktur der Unternehmenskultur. Es beeinflusst Wahrnehmung, Verhalten und Wertigkeit. Und es wirkt als Wohlfühlfaktor. Wellbeing entsteht dort, wo Licht nicht nur Räume erhellt, sondern sie so modelliert, dass sich Körper und Geist gleichermaßen orientieren können. Wenn Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur bewusst komponiert sind, entsteht ein Umfeld, das Sicherheit vermittelt und emotionale Balance ermöglicht. Licht wird damit zum stillen Regisseur des Raumes. Es schafft Klarheit und unterstützt den Menschen darin, sich im Raum und bei sich selbst zurechtzufinden. 

Marktstellung

Occhio gilt als führender Anbieter im Premium-Segment für Designleuchten in Europa und als international wachsender Player. Zahlreiche Designauszeichnungen dokumentieren die gestalterische Qualität. Strategisch positioniert sich das Unternehmen zunehmend als Partner für ganzheitliche Lichtkonzepte im B2B-Umfeld.

Räume und Marken zum Leuchten bringen

Axel Meise und Martin Nowicki verabschieden uns und empfangen sogleich eine Gruppe interessierter Architekten aus Österreich im Occhio Experience Center. Wir sind schwer beeindruckt und ziehen auf der Rückfahrt nach Haidhausen Resümee: Wer Räume gestaltet, gestaltet Wahrnehmung. Wer Licht gestaltet, gestaltet Emotion. Und wer Emotion gestaltet, gestaltet Marke. Der wirkliche Luxus ist nicht die Leuchte. Sondern das Licht, das Räume und Marken zum Leuchten bringt.

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